Sie reden ICH SCHREIBE      HEIKE OBERGFELL 

Rede(n)

Mein Stil


Liebes Brautpaar, liebe Gäste

Einige von Ihnen mögen sich vielleicht noch an den Film mit Spencer Tracy erinnern, der Anfang der 50er Jahre über die Leinwand flimmerte und in etwas veränderter Form auch später noch einmal neu verfilmt wurde. Der Titel hieß„ Vater der Braut“ und zeigte einen überaus eifersüchtigen Vater, dem die Heiratsabsichten seiner Tochter mehr als suspekt erschienen. Heute bin ich nun selbst in der Rolle, „Vater der Braut“ zu sein und ertappe mich dabei, vielleicht diesem Spencer Tracy in manchen Dingen zu gleichen.  Auch einem sonst gelassenen Vater fällt es schwer, nach so vielen Jahren in die zweite Reihe zu treten um festzustellen: Da gibt es noch einen zweiten Mann –  und jünger aussehen tut der auch! 

Nach dieser Erkenntnis bleibt mir nichts anderes übrig, als zu dieser Hochzeit mein „Ja“ zu geben. Und dabei mache ich mir sogleich einen Vorteil zu Nutze: Viel länger als der Bräutigam kenne ich meine Tochter und wer sonst als ihr Vater könnte Euch erzählen, was sich in all den Jahren, die wir zusammen erlebt haben, zugetragen hat. Vielleicht, lieber Bräutigam, hätte ich Dir das eine oder andere schon vor dem Standesamt erzählen sollen, dann hätte ich bei Eurem Ja-Wort nicht daran gedacht, was Goethe einmal gesagt hat: „Ihr sprecht ein großes Wort gelassen aus!“…


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... zu jedem Anlass ...